Ein Gremium für die Jugendlichen greift zu kurz

Eines meiner Kernthemen ist die transparente Beteiligung der Bevölkerung an der Kommunalpolitik vor Ort. Dazu bedarf es aus meiner Sicht vor allen Dingen die richtigen Initiativen und Formate. Das gilt natürlich auch für die Einbindung unserer Kinder und Jugendlichen. Mein Mitbewerber schlägt jetzt die Wahl einer Jugendvertretung für unsere Verbandsgemeinde vor. Diese Idee ist grundsätzlich nicht schlecht, das allein wird jedoch nicht dafür sorgen, dass unsere Kinder und Jugendlichen besser eingebunden werden. In erster Linie muss es darum gehen, unsere Kinder und Jugendlichen derart in unsere politischen Entscheidungsprozesse einzubeziehen, dass sie auch wirklich ernst genommen werden und auch etwas bewegen können. Daher ist es mit der Installation eines eigenen Gremiums bei weitem nicht getan. Ich möchte daran erinnern, dass vor einigen Jahren der städtische Jugendausschuss mit dem Seniorenausschuss zusammengelegt wurde, da es zu wenig Beratungsbedarf gab. Auch dürfen wir nicht vergessen, dass im letzten Jahr auf Ebene der Stadt Bad Breisig die Wahl für den Beirat für Migration und Immigration aus Mangel an Kandidatinnen und Kandidaten abgesagt werden musste. Es reicht also nicht aus, ein Gremium zu installieren, welches die Probleme lösen soll. Ich möchte unsere Kinder und Jugendlichen zunächst einmal darüber aufklären, wie die Arbeit in einem solchen Gremium aussehen könnte. Dazu muss mit den Kindern und Jugendlichen in unseren Ortsgemeinden und der Stadt gesprochen werden. Dabei muss herausgefunden werden, welche Art der Mitsprache sich die Kinder und Jugendlichen wünschen. Ein statisches Gremium kann hier nur eine von mehreren Optionen sein. Als Bürgermeister möchte ich im Dialog mit den Kindern und Jugendlichen erarbeiten, wie politische Beteiligung aussehen soll. Hier stellt sich ja beispielsweise die Frage, ob die Verbandsgemeinde hier die richtige Ebene darstellt, oder ob solche Instrumente nicht viel eher auf Ebene von Stadt und Ortsgemeinden angesiedelt sein müssten. Hier ist auch die enge Zusammenarbeit mit den Gemeinderäten und dem Stadtrat gefragt. Ein Werkzeug, welches schnell und ohne die aufwändige Installation eines Gremiums umgesetzt werden kann, stellen Jugendversammlungen dar. Diese sehe ich als Einstieg in eine aktive Einbindung unserer Kinder und Jugendlichen in das politische Geschehen. Auch halte ich die Einbeziehung der gut funktionierenden Jugendhilfe unseres Jugend- und Kulturbahnhofes hier für einen wichtigen Multiplikator, die Kinder und Jugendlichen besser in Entscheidungen einzubeziehen.

Darauf aufbauend, können Ideen für eine Jugendvertretung oder andere Formen der Beteiligung mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam erarbeitet werden.